Waagen-Magazin

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Straßenfahrzeugwaagen an Kiesgrube, Foto: Sandra Schink

ESSMANN Redaktion

Wägetechnik für Kieswerk und Steinbruch – robust, präzise, unkompliziert

Presse

Dieser Artikel ist zuerst in der Fachzeitschrift GP Gesteinsperspektiven erschienen, dem offiziellen Organ des Bundesverbandes mineralische Rohstoffe und dessen Verbände, ↗Ausgabe 5/2025

Wo tonnenschwere Maschinen unermüdlich arbeiten, Staub und Wetter die Anlagen belasten und Netze oft versagen, muss Wägetechnik mehr können als nur exakt messen. Sie muss widerstandsfähig, leicht bedienbar und so gebaut sein, dass sie auch unter widrigen Bedingungen zuverlässig arbeitet. Konkret heißt das: stabile Plattformen, geschützte Sensoren, clevere Offline-Funktionen und eine Infrastruktur, die ohne verlässliche Netzwerkverbindung funktioniert. 

Waagen müssen präzise messen, schnell arbeiten und sich nahtlos in bestehende Abläufe einfügen – ohne komplizierte Bedienung oder störanfällige Technik. Denn Ausfälle oder ungenaue Messungen bedeuten nicht nur zusätzlichen Aufwand, sondern auch wirtschaftliche Risiken. Entsprechend hoch sind die Ansprüche an Konstruktion, Wartungsfreundlichkeit und Datensicherheit. Ausgereifte Wägesysteme für den Gesteinsabbau erfüllen diese Anforderungen: Sie verbinden robuste Hardware mit durchdachter Funktionalität und schaffen so eine verlässliche Basis für den täglichen Betrieb. 

Wägetechnik für Schüttgüter und schwere Lasten 

Zeitgemäße Wägetechnik bietet Lösungen, die auf die Bedürfnisse von Steinbrüchen und Kieswerken zugeschnitten sind. Die wichtigsten Waagenarten: 

Überflur-Fahrzeugwaagen: Diese grubenlosen eichfähigen Lkw-Waagen werden oberirdisch auf Beton-Streifenfundamenten installiert und werden mit vorgefertigten Fahrbahnplatten geliefert. Der Überflur-Aufbau hat Vorteile: Die Montage geht schnell, und bei Bedarf lässt sich die Waage umsetzen. Durch die Zugänglichkeit von oben bleibt sie wartungsfreundlich und einfach zu reinigen. Viele Waagenbrücken bestehen aus hochfestem Stahlbeton oder Stahl und sind auf Langlebigkeit ausgelegt. Die Waagen lassen sich mit Komponenten wie Ampeln, Schranken, Fernanzeigen, Selbstbedienterminals oder Smartphone-Apps  erweitern, um den Wägeprozess zu automatisieren. 

Behälterwaagen und Bandwaagen: Behälterwaagen wiegen Schüttgut direkt im Bunker oder Vorratsbehälter, etwa bei automatischer LKW-Beladung oder zur Dosierung unterschiedlicher Kornfraktionen. Diese Systeme lassen sich nahtlos in bestehende Anlagen integrieren und ermöglichen eine präzise Mengenerfassung ohne zusätzliche Fahrzeugverwiegung. Förderbandwaagen erfassen kontinuierlich den Materialstrom – ideal für Durchsatz- und Bestandskontrolle. 

Kranwaagen: Für sperrige oder schwer bewegliche Güter bieten Kranwaagen eine flexible Lösung. Sie hängen an Kransystemen oder Baggerarmen und messen das Gewicht der Last direkt am Haken. Das spart den Transport zur Waage. Kranwaagen kommen etwa beim Verladen von Gesteinsbrocken zum Einsatz. Viele Modelle sind gehärtet, abgedichtet bis Schutzart IP67/IP68 und tragen Lasten von einigen 100 Kilogramm bis zu 100 Tonnen. 

Analysenwaagen/Feuchtebestimmer: In Kies- und Schotterwerken dienen sie zur Untersuchung von Materialproben – etwa zur Bestimmung von Korngröße, Dichte oder Feuchtegehalt. Feuchtebestimmer analysieren den Wassergehalt von Sand, Kies oder Erde durch Trocknung. Nasse Zuschlagstoffe wiegen mehr und können Mischungsrezepte oder Abrechnungen verändern. Tragbare Mikrowellen-Feuchtemesser liefern schnelle Vor-Ort-Ergebnisse, während Thermowaagen im Labor präzise Prozentwerte ermitteln. Diese Geräte sichern die Produktqualität und sorgen für faire Abrechnungen. 

Yard-Management-Software für effiziente Abläufe

Neben der physischen Wägetechnik gewinnen digitale Lösungen an Bedeutung, um den Betrieb in Steinbrüchen und Kieswerken zu optimieren und Kontrolle über Bestände an Gesteinen und Waren zu erhalten. Dank intelligentem Yard Management können alle Bewegungen und Prozesse auf dem Betriebshof gesteuert werden – vom Lkw, der zur Waage fährt, bis zur Beladung und Ausfahrt. Zettelwirtschaft und unregelmäßige Abrechnungen gehören so der Vergangenheit an.

Ein Beispiel ist die Kennzeichenerkennung per Kamera: Fahrzeuge werden am Werktor oder den Waagen automatisch erfasst, was den Check-in beschleunigt. Die Software registriert Ein- und Ausfahrtszeiten, verfolgt beladene Touren und steuert Berechtigungen – etwa, welche Fahrzeuge das Gelände befahren dürfen. Der Fahrer meldet sich am Selbstbedienterminal an, ohne auszusteigen. Auch Wägescheine können sofort gedruckt und versendet werden und Anweisungen für die Ladestelle vermittelt werden. Das beschleunigt Anmeldung und Verwiegung, erhöht den Durchsatz und verhindert Staus an der Waage.

Rote Essmann-Selbstbediensäule mit Logo, Hand bedient sie. Mann in gelber Weste schaut aus Lkw-Spiegel. Modernes, funktionales Umfeld.
Selbstbedienung

Terminals mit Touchscreens ersetzen klassische Bedienstationen und bieten eine intuitive mehrsprachige Bedienung. In Kombination mit Schranken und Ampelsystemen entsteht ein Hofleitsystem, das den Verkehr sicher und zügig lenkt. Diese Technologien machen den Betrieb einfacher und effizienter, besonders dort, wo Personal knapp ist oder häufig wechselt. 

Full-Service-Anbieter: Alle Waagen, alle Dienstleistungen

Angesichts der vielen technischen Komponenten – von Fahrzeug- und Laborwaagen über Sensoren und Software bis zur Netzwerkinfrastruktur – lohnt es sich, einen spezialisierten Fachbetrieb als Partner ins Boot zu nehmen, der alles aus einer Hand liefert. Wenn Hardware und Software von Anfang an aufeinander abgestimmt sind, sinkt die Fehleranfälligkeit, und es gibt einen klaren Ansprechpartner für das Gesamtsystem. 

Ein Full-Service-Anbieter, wie Essmann Waagen & Automation, übernimmt das alles: Planung, Fundamentbau, Lieferung und Montage der Waage, Implementierung der im Haus entwickelten Software in bestehende Systeme, Ersteichung, Schulung des Personals und langfristige Wartung. So hat der Kunde einen Ansprechpartner für alle Belange, spart im Störungsfall Zeit und erhält ein stimmiges Gesamtsystem. Das traditionsreiche Unternehmen mit Hauptsitz in Hamburg und Niederlassungen in ganz Deutschland ist einer der wenigen Waagenfachbetriebe auf dem europäischen Markt, der dieses das komplette Spektrum anbieten kann. Gegründet 1860 feiert das Unternehmen in diesem Jahr sein 165jähriges Jubiläum.

Erneut veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Redaktion GP Gesteinsperspektiven

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