Kranwaage und Hängewaage

Die Kranwaage ist den Hängewaagen zuzuordnen. Diese werden selbst am oberen Haken aufgehängt und die zu wiegenden Lasten am unteren Haken angehängt. Kranwaagen werden meist tatsächlich an Kränen genutzt, beispielsweise innerhalb von Produktionsstätten, Lagerhäusern, Distributionszentren oder außen in Häfen oder Umschlagzentren. Die von uns angebotenen Waagen sind robust konstruiert, dass diese auch den rauen Bedingungen in der Produktion oder im Außenbereich bestehen. Weitere Einzelheiten zur Beständigkeit des Gehäuses gegen Eindringen von Fremdkörpern und Wasser kann bei jeder einzelnen Kranwaage unter der Angabe der IP-Schutzart nachvollzogen werden.

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Digitale Kranwaagen

Kranwaagen kaufen: Unsere Empfehlungen im Onlineshop

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Kranwaagen Hersteller

Es gibt mehrere Kranwaagen Hersteller mit unterschiedlichsten Produkten für verschiedenste Einsatzzwecke. In unserem Onlineshop haben wir fast alle Hersteller (unter anderem EHP, Kern, DiniArgeo) mit Ihren Produkten im Verkauf und freuen uns auf Ihren Besuch. Durch unser überregional verfügbares Netzwerk aus Service-Technikern stellen wir Ihnen auch nach dem Kauf einer Waage für die Wartung, Kalibration und Eichung zur Verfügung.

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Wissenswertes zum Thema Kranwaage und Hängewaage

Wie funktioniert eine digitale Kranwaage und Hängewaage?

Die Ermittlung des Gewichts findet über die Zugwirkung der Last statt. Die meisten dieser Waagen beinhalten eine S‑förmige Wägezelle. Dieser Wägezellentyp wird insbesondere zum Messen von Zug- und Druckkräften verwendet. Zum Ermitteln einer Last wird diese an der digitalen Kranwaage eingehängt und über den Karabinerhaken gesichert. Durch die aufgebrachte Kraft verformt sich der stabile Federzug der Kranwaage linear. Nach Entfernung der Last kehrt der Federzug reversibel in seine Ausgangsposition zurück. Die elektronische Kranwaage mit der digitalen Anzeige zeigt dabei ständig das Messergebnis an. Die Bedienung erfolgt an der digitalen Kranwaage direkt, über eine Fernbedienung oder über eine verbundene Wägesoftware. Es ist auch möglich Zugkraftmessungen durchzuführen. Über optionale Fernanzeigen kann das Messergebnis auch aus der Ferne heraus abgelesen werden.

Eine Kranwaage benötigt im Vergleich zu einer Plattform- oder Bodenwaage keine Aufstellfläche. Sie ist sehr mobil einsetzbar, da sie schnell mit dem Kran an eine andere Position gefahren oder geschwenkt werden kann. Auch lange und sperrige Güter können gewogen werden, indem dafür geeignete Lastaufnahmemittel wie Seile, Ketten oder Traversen verwendet werden. Für besonders große oder empfindliche Güter, welche zum Transport und zur schnellen und sicheren Gewichtsermittlung mehrere Lastaufnahmepunkte erfordern, können mehrere Kranwaagen zu einem Verbund zusammengeschaltet werden. Dafür werden wie bei Achslastwaagen mit mehreren Plattformen die Gewichte der einzelnen Lasteinleitungspunkte aufsummiert.

Die Anwendungsbereiche von Kranwaagen

Der Einsatz von Kranwaagen eignet sich dann, wenn man die zu wiegende Last aufhängen kann. Sie wird da eingesetzt, wo Güter mit dem Kran transportiert und umgeschlagen werden. Hierzu zählen beispielsweise

  • Transport- und Logistikbetriebe,
  • Stahlwerke und Gießereibetriebe,
  • Recyclinghöfe,
  • Chemieunternehmen,
  • die Textil-, Kunststoff- und Papierindustrie,
  • metallverarbeitende Betriebe,
  • der Maschinenbau und Stahlhandel.

Wenn ein Kran für das Be- oder Entladen genutzt wird, kann bei Nutzung einer Kranwaage sofort auch das Gewicht des Wiegeguts geprüft und erfasst werden. Eine Erfassung des Gewichts des zu verladenden Teils hilft hierbei bei der Einhaltung von Maximalgewichten, der gleichmäßigen Verteilung des Gewichts auf dem Transportmittel oder bei der Lagerung in Palettenregalen oder Kragarmregalen. Die Gewichtsinformationen können direkt beim Be- oder Entladen für die Erstellung der Frachtpapiere und Lagerbestände genutzt werden.

Auch da, wo hohe Anforderungen an die Reinheit oder den Ex-Schutz bestehen, können Kranwaagen die Wägelösung sein, beispielsweise in der Raumfahrttechnik, in Reinräumen oder in explosionsgeschützten Bereichen.

Wartung, Kalibration und Eichung

Der zuverlässige Betrieb Ihrer Kranwaage im täglichen Geschäft schafft eine hohe Verfügbarkeit und unterstützt so den Erfolg Ihres Unternehmens. Die meisten dieser Waagen werden für den internen Gebrauch verwendet und sind deshalb nicht geeicht und meist auch nicht eichfähig. Aufgrund der dynamischen und hohen Belastung ist eine regelmäßige Kalibrierung und Wartung zu empfehlen. So werden falsche Messungen und Unfälle vorgebeugt.

Kalibration einer Kranwaage

Eine Kranwaage wird mit Prüfgewichten kalibriert. Hierfür werden die Prüfgewichte an die Kranwaage angehängt und der gemessene Wert abgelesen. Weicht der angezeigte Wert vom Gewichtswert des Prüfgewichtes ab, muss die Waage justiert werden. Dies ist bei vielen unserer Waagen über das Gerätemenü möglich, andernfalls kann die Waage auch zum Hersteller verschickt werden, der die Justage durchführt. Dadurch, dass diese immer auch als Lastaufnahmemittel gilt, ist die Betriebsdauer aufgrund der dynamischen Belastung begrenzt. Die Betriebsdauer kann dem Betriebshandbuch entnommen werden oder selbstverständlich angefragt werden.

Geeichte Kranwaage

Wird die geeichte Kranwaage im eichpflichtigen Verkehr beispielsweise zur Preisermittlung verwendet, ist eine regelmäßige Nacheichung erforderlich. Die Eichfristen richtet sich nach der Mess- und Eichverordnung. Die geltenden Intervalle zur Nacheichung richten sich nach dem maximalen Wägebereich:

  • Kranwaage geeicht bis 3t / Kranwaage 3000 kg: Alle 2 Jahre
  • Kranwaage geeicht ab 3t / Kranwaage 3000 kg: Alle 3 Jahre

Die Kennzeichnung von Messgeräten wurde neu geregelt. Es wird nun der Beginn und nicht mehr der Ablauf der Eichfrist gekennzeichnet. Das Ende der Eichfrist kann auf einem optional angebrachten Zusatzzeichen abgelesen werden.

Kranwaagen, welche konformitätsbewertet in den Verkehr gebracht wurden, umgangssprachlich auch „Herstellerersteichung“ genannt, beginnt die Eichfrist mit dem Inverkehrbringen.

Kennzeichnung der Konformitätsbewertung nach der Mess- und Eichverordnung (© Mess- und Eichwesen)
Kennzeichnung der Konformitätsbewertung nach der Mess- und Eichverordnung (© Mess- und Eichwesen)

Beispiel Kranwaage 1t mit einer Eichfrist von 2 Jahren:

Eichfrist einer geeichten Kranwaage: Wann läuft die Eichung ab?
Eichfrist einer geeichten Kranwaage: Wann läuft die Eichung ab?

Da nicht alle Kranwaagen eichfähig sind, muss unbedingt vor der Auswahl geklärt werden, ob die Eichung erforderlich ist. Für die Bestellung einer geeichten Kranwaage ist die Postleitzahl und der Ort anzugeben, an welchem diese verwendet werden soll, da die Gravitationswert das Wägeergebnis beeinflusst.

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Worauf muss bei der Auswahl einer Kranwaage geachtet werden?

Wägebereich und Auflösung

Eines der wichtigsten Kriterien für die Auswahl einer Kranwaage ist der Wägebereich. Der Wägebereich nimmt dabei direkt Einfluss auf die Anzeigegenauigkeit, die auch als Teilung oder Auflösung bezeichnet wird. Bei einem Wägebereich bis 6.000 kg weist diese eine Auflösung von 1.000 g auf. Eine Kranwaage mit maximaler Last bis 3.000 kg zeigt auf 500 g genau an. Sie sollte deshalb zu den zu verwiegenden Lasten ausgewählt werden.

Mindestlast

Ein weiteres Auswahlkriterium ist die Mindestlast. Jede Waage hat eine angegebene Wägegenauigkeit, welche aber erst ab einer bestimmten Mindestlast gewährleistet wird. Eine Kranwaage darf deshalb auch erst für Lasten größer gleich der angegebenen Mindestlast genutzt werden.

Schutz der Kranwaage gegen Überlast

Die Tragfähigkeit der Lastaufnahmemittel von Kranwaagen, welche separat erhältlich sind, müssen passend zu dem Wägebereich ausgewählt werden. Insbesondere bei Gebräuchen bei denen nicht klar ist, ob die angehängte Last die Maximallast der Waage eventuell überschreitet, sollte auf einen entsprechenden Überlastschutz geachtet werden. Der Überlastschutz sagt aus, wie viel die Kranwaage ohne Schäden zu nehmen überlastet werden darf. Dieser wird häufig in Prozent oder als Faktor angegeben und bezieht sich auf die Maximallast. Hierbei ist auch zu beachten, dass Waagen im dynamischen Umfeld eingesetzt werden. Das heißt, dass beispielsweise durch die Kranhubbewegung unerwartete Kräfte auftreten, die zu einer Überlastung der Wägezelle führen können. Die Beschädigung einer Waage durch Überlast birgt ein enormes Sicherheitsrisiko und muss ausgeschlossen werden.

Messwertspeicherung und –übertragung

Die Speicherung der Messwerte und weitere Funktionen gehören meist zum Standard von unseren digitalen Kranwaagen. So können beispielsweise Summen gebildet werden, Maximalwerte einer Messreihe angezeigt werden oder bei Vorhandsein einer Schnittstelle auch Messdaten an den PC mit EWP Waagen Software, Drucker oder auch Smartphone ausgegeben werden. Meist gehören auch Fernbedienungen zum Lieferumfang, die die Bedienung meist wesentlich vereinfachen und den Wägeprozess beschleunigen.

IP-Schutzart und Temperaturbereich

Es gibt Anwendung für Kranwaagen, welche sowohl den Einsatz im Innenbereich wie auch im Außenbereich erfordern. Hierfür ist bei der Auswahl der Kranwaage die angegebene IP-Schutzart und die Betriebstemperatur zu berücksichtigen. Insbesondere bei Einsatz der Waage in einem Temperaturbereich außerhalb des zulässigen Bereichs, ist die Genauigkeit nicht mehr gewährleistet.  

Eigengewicht und Akkulaufzeit

Viele digitale Kranwaagen sind leicht und daher auch von einer Person schnell versetzbar. Soll die Waage häufig umgesetzt werden, sollte in der Auswahlphase bereits das Augenmerk auf das Eigengewicht der Kranwaage gelegt werden. Bei einem mobilen Einsatz ist dann als weiteres Kriterium auch die Akkulaufzeit oder die Möglichkeit des Akkuwechsels relevant.

Sicherheit beim Umgang mit Kranwaagen

Die zu verwiegende Last wird an die Kranwaage angehängt und dann vom Kran angehoben und unterliegt damit als Lastaufnahmemittel der Richtlinie 2006/42/EG:2019-06-20. In manchen Betrieben wird zudem die zu verwiegende Last auch noch von einem Ort zum anderen bewegt. Sollte die Waage oder auch nur Teile davon einen Defekt aufweisen, welcher zu einem Absturz der angehängten Last führen kann, dann kann dies gravierende Folgen haben. Um auszuschließen, dass durch die Nutzung der Kranwaage als Lastaufnahmemittel Schäden hervorgerufen werden, müssen die Bediener im Umgang geschult und die Waage regelmäßigen Kontrollen unterzogen werden. In den Bedienungsanleitungen sind die zeitlichen Intervalle angegeben, nach denen die Waage geprüft werden muss. Durch die oben angegebene Richtlinie ergibt sich eine Einschränkung der Lebensdauer einer Kranwaage, welche sich nach den Lastwechseln richtet, näheres findet sich in der jeweiligen Bedienungsanleitung.

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