Wer Feuchtebestimmer sucht, will am Ende vor allem eins: schnell belastbare Feuchtewerte, die im Audit standhalten und im Prozess wirklich helfen, ob in der Wareneingangskontrolle, im Labor oder direkt an der Produktionslinie.
Die OHAUS MB-Serie (MB32, MB62, MB92) setzt dabei auf ein modernes Konzept aus Kohlefaser-IR-Heizung, verbesserter Wägezelle und robuster Bauweise. Das Ergebnis: kurze Trocknungszeiten, reproduzierbare Messungen und eine intuitive Bedienung.
Was ist ein Feuchtebestimmer und wofür wird er eingesetzt?
Ein Feuchtebestimmer (auch Feuchtewaage / Trocknungswaage / Moisture Analyzer) ermittelt den Feuchtigkeitsgehalt einer Probe über die thermogravimetrische Messmethode: Die Probe wird gewogen, dann erhitzt, und die Waage verfolgt kontinuierlich die Gewichtsabnahme. Aus dieser Differenz berechnet das Gerät u. a. % Feuchte bzw. % Trockenmasse.
Typische Einsatzfelder und warum die Feuchte dort entscheidend ist:
- Lebensmittel (Mehl, Gewürze, Backwaren, Snacks): Stabilität, Haltbarkeit, Deklaration, Ausschussquote
- Pharma & Chemie (Pulver, Granulate): Rezepturkonstanz, Prozesssicherheit, Chargendokumentation
- Kunststoffe & Polymere: Verarbeitbarkeit, Blasenbildung, mechanische Eigenschaften
- Papier, Zellstoff, Baustoffe: Prozesssteuerung, Trocknungskosten, Endproduktqualität
Was die OHAUS MB‑Serie technisch besonders macht
1. Kohlefaser‑IR‑Heiztechnologie: schnell, gleichmäßig, prozessnah
OHAUS setzt bei MB32/MB62/MB92 auf eine Carbon‑Fiber‑IR‑Heizung (Kohlefaser‑Infrarot). Diese Bauart ist darauf ausgelegt, Proben zügig und gleichmäßig zu trocknen – ein echter Vorteil, wenn Durchsatz und Reproduzierbarkeit zählen.
2. Modernisierte Wägezelle: Grundlage für stabile Ergebnisse
Bei der thermogravimetrischen Messung entscheidet die Wägezelle mit darüber, wie gut ein Gerät kleine Gewichtsänderungen sauber auflöst. OHAUS nennt für die MB‑Serie eine upgraded load cell / verbesserte Wägezelle.
3. 90 g Höchstlast, 1 mg / 0,01 % Ablesbarkeit
Für viele Labor‑ und QS‑Proben liegt die praktische Welt zwischen „wenige Gramm“ bis „mehr Substanz für Inhomogenes“. Die MB‑Modelle sind (modellübergreifend) typischerweise auf 90 g ausgelegt und bieten 1 mg / 0,01 % Ablesbarkeit für den Feuchtewert – passend für Routine‑ und viele anspruchsvolle Anwendungen.
MB32, MB62 oder MB92? Auswahl nach Alltag statt Datenblatt
Die Frage „Welches Modell passt?“ lässt sich am besten aus dem Betrieb heraus beantworten: Wie oft messen Sie? Wie kritisch sind Methodik, Dokumentation und Datensicherheit?
OHAUS MB32: Der robuste Routine‑Feuchtebestimmer
Der MB32 ist der Einstieg in die neue MB‑Generation – gedacht für Routine‑Feuchteprüfungen in Labor und Produktion. OHAUS hebt u. a. die neue Gehäusekonstruktion, die Carbon‑Heating‑Technologie und die verbesserte Wägezelle hervor.
Für wen passt der MB32 besonders gut?
- Wareneingang & QS mit klaren Standardproben
- Produktionsbegleitende Feuchtechecks (Schichtbetrieb)
- Labore, die einfach, stabil, reproduzierbar messen wollen
Praxisnutzen, den man im Alltag merkt:
- Kurze Messzeiten durch Carbon‑Heizung
- Bedienlogik, die auch nach Wochen ohne Einarbeitung sitzt
- Robuste Bauweise für raue Umgebungen (z. B. Mehlstaub, Zucker, Gewürze)

OHAUS MB62: Mehr Methodik‑Flexibilität für wechselnde Proben
Der MB62 ist auf flexiblere Anwendungen ausgelegt: Methodenerstellung, Einstellungen und Zugriff auf Daten sind breiter gedacht als beim Routinegerät. Auch hier: neues Gehäuse, Carbon‑IR‑Heizung, verbesserte Wägezelle. (us.ohaus.com)
Typische Gründe für MB62 statt MB32:
- Sie haben mehrere Produktgruppen (z. B. Pulver + Pasten + Granulate)
- Sie wollen Trocknungsprofile / Abschaltkriterien gezielt anpassen
- Sie brauchen reproduzierbare Methoden im Team (Schicht / Standort)
OHAUS MB92: Wenn Datensicherheit, Bedienkomfort und Audit‑Routinen zählen
Der MB92 ist das „Arbeitstier“ für anspruchsvollere Umgebungen – mit kapazitivem Full‑Color‑Touchscreen und zusätzlichen Funktionen rund um Datenintegrität / Datensicherheit (z. B. Passwortschutz). OHAUS betont außerdem die einfache Reinigung durch Konstruktionselemente wie Glasfront und werkzeuglose Heizkammer‑Baugruppe (je nach Ausführung/Option).
Wann der MB92 in der Praxis Sinn ergibt:
- Sie arbeiten in regulierten Umgebungen (z. B. Pharma‑nahe QS) oder mit strengen Kundenanforderungen
- Sie brauchen sichere Benutzerrollen/Passwörter und nachvollziehbare Bedienabläufe
- Sie möchten schnell zwischen Methoden wechseln und Messreihen sauber dokumentieren
Typische Fehler bei Feuchtebestimmungen – und wie Sie sie vermeiden
Ein Feuchtebestimmer ist schnell bedient – aber die Messsicherheit steht und fällt mit Methodik und Umgang.
Lösung: Reinigungsroutine einführen (Schale, Heizraum, Dichtflächen), besonders bei klebrigen Proben
Probe nicht repräsentativ (zu grob, zu inhomogen, falsche Probenmenge)
Lösung: Probe homogenisieren, passende Probenmasse wählen, ggf. Zerkleinerung
Falsches Trocknungsprofil (zu heiß → Zersetzung; zu kalt → endlos)
Lösung: Profil/Temperatur an Material anpassen, Abschaltkriterium sinnvoll wählen
Temperatur nicht geprüft/kalibriert
Lösung: Temperaturabgleich/‑prüfung regelmäßig durchführen – das ist für konsistente Ergebnisse ein zentraler Punkt.
Reinigung wird vergessen
Lösung: Reinigungsroutine einführen (Schale, Heizraum, Dichtflächen), besonders bei klebrigen Proben
Mini‑Checkliste: So finden Sie den passenden OHAUS Feuchtebestimmer
Wenn Sie schnell zu einer belastbaren Entscheidung kommen wollen, hilft diese Liste:
- Probenarten: Pulver, Granulat, Paste, Flüssigkeit, hygroskopisch?
- Taktung: 5 Messungen/Tag oder 50 pro Schicht?
- Dokumentation: Reicht ein Ausdruck/Export – oder brauchen Sie Rollen/Passwörter?
- Reinigung: Staubig/klebrig/korrosiv? (Reinigungsaufwand realistisch einplanen)
- Standort: Labor oder Produktion (Vibrationen, Luftzug, Temperaturwechsel)
Kurz gesagt::
MB92 = Touch + höhere Anforderungen an Datenintegrität und Bedienkomfort
MB32 = Routine, robust, wirtschaftlich
MB62 = mehr Methoden‑Flexibilität und Parametrik
FAQ: Häufige Fragen zu OHAUS Feuchtebestimmern
Wie genau ist ein OHAUS Feuchtebestimmer?
Die MB‑Modelle werden typischerweise mit 1 mg / 0,01 % Ablesbarkeit für Feuchtewerte angegeben. In der Praxis hängt die Ergebnisqualität stark von Probe, Methodik und Temperaturführung ab.
Was bedeutet „thermogravimetrisch“?
Die Feuchte wird indirekt bestimmt, indem während des Erhitzens die Gewichtsabnahme gemessen und daraus der Feuchteanteil berechnet wird.
Carbon‑Heizung vs. Halogen – ist das besser?
„Besser“ hängt vom Ziel ab. Die OHAUS MB‑Serie setzt auf Carbon‑Fiber‑Heizung, die auf schnelle, gleichmäßige Trocknung ausgelegt ist. Entscheidend bleibt: passendes Profil, korrektes Abschaltkriterium, saubere Temperaturkontrolle.
Welche Probenmenge ist ideal?
So viel wie nötig für Repräsentativität, so wenig wie möglich für schnelle, gleichmäßige Trocknung. Für inhomogene Materialien sind mehrere Gramm oft sinnvoll – testen Sie die Wiederholbarkeit mit Ihrer Probe.
Fazit: OHAUS MB‑Serie als praxisnahe Lösung für Routine bis Audit‑Umfeld
Die OHAUS MB‑Feuchtebestimmer (MB32, MB62, MB92) sind konsequent auf Durchsatz, stabile Ergebnisse und Alltagstauglichkeit ausgelegt – mit Carbon‑IR‑Heizung, verbesserter Wägezelle und modellabhängig unterschiedlichem Fokus bei Methodik und Datensicherheit.
Wenn Sie vor dem Kauf 2–3 Ihrer typischen Proben sauber „durchmessen“, spart das später am meisten Zeit: Methode festziehen, Abschaltkriterium prüfen, Wiederholbarkeit dokumentieren – dann wird der Feuchtebestimmer zum verlässlichen QS‑Werkzeug statt zum Diskussionsthema.
Haben Sie Fragen?
Wenn Sie OHAUS Feuchtebestimmer (MB32/MB62/MB92) in Labor oder Produktion einsetzen wollen, lohnt sich vorab ein kurzer Praxis‑Check: Welche Probe, welches Profil, welche Dokumentationsanforderung?
Im ESSMANN Waagen‑Shop unterstützen wir Sie dabei, das passende Gerät auszuwählen – und sorgen mit deutschlandweitem Service (Inbetriebnahme, Wartung, Kalibrier‑/Prüfkonzepte je nach Bedarf) für verlässliche Ergebnisse im Alltag.







