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Plattformwaage für die Befüllung von Gas in Flaschen mit Handscanner und Wägeterminal

Plattformwaagen für die Befüllung von Gasflaschen und Gasfässern

ESSMANN | Waagen & Automation hat für einen Kunden aus der Gasindustrie ein spezielles Wägesystem für die Befüllung von Gasflaschen und Gasfässern entwickelt und erfolgreich in Betrieb genommen.

Kunde

Der Kunde ist ein Spezialist für Spezialgase. Dieser produziert für die Industrie, Medizin und das Handwerk Gase. Dabei werden die Produkte, neben Gasen auch Kältemittel und Zubehör, vielen Branchen weltweit angeboten.

Anforderungen an die Gasflaschenwaage und Gasfasswaage

Für zwei neue Beladestationen für Gasfässer und Gasflaschen wurden zwei separate Waagen benötigt. Diese sollen einerseits ebenerdig verbaut werden können, andererseits mit einer individuellen, kundenangepassten Beladesteuerung versehen werden, die entsprechende Ventile für die Beladung von Gas steuern kann.

Flüssiggas wird in Gasdruckbehältern (Gasflaschen und Gasfässern) im flüssigen Aggregatszustand gelagert. Hierher rührt auch die Bezeichnung Flüssiggas. Wird ein solches mit Flüssiggas befülltes Druckgefäß hohen Temperaturen ausgesetzt, dehnt sich das Flüssiggas aus und der Druck steigt. Deshalb sind alle im Handel erhältlichen Gasflaschen auch für deutlich höhere Druckverhältnisse ausgelegt, als sie in der Realität unter normalen Umweltbedingungen vorkommen. Der Gasdruck im flüssigen Zustand steigt je 1° C um 7 bar an. Deshalb müssen Druckbehälter unter anderem über ein ausreichendes Dehnvolumen verfügen. Für Propangas ergibt sich folgendes Beispiel:

  • Eine mit zu zu 80% gefüllte Propangasflasche hat bei einer Außentemperatur von 15° C einen Druck von ca. 7bar.
  • Das komplette Flaschenvolumen wird erst bei einer Außentemperatur von ca. 70° C erreicht. Dies führt zu einem Druck von ca. 25bar führt.
  • Steigt die Temperatur weiter an, nimmt auch der Druck im Flascheninneren weiter zu.
  • Aus diesem Grund sind Gasflaschen mit einem Sicherheitsventil ausgestattet und dürfen in Deutschland nur von Fachbetrieben auf geeichten Waagen befüllt werden.

Aufgrund der hohen Schutzart kann die Gasflaschenwaage auch bei der Befüllung von Gasflaschen mit starker Bildung von Kondensat verwendet werden. Die sehr robuste Konstruktion wirkt sich in hoher Genauigkeit und Temperaturstabilität aus.

Die Waagen erfüllen sehr hohe Überlast- und EMV-Anforderungen. Dies bewirkt einen sicheren, fehlerfreien und genauen Betrieb.

Technische Lösung

ESSMANN | Waagen & Automation hat hierfür den Kunden beraten und speziell angefertigte Waagen mit dazu passenden Fundamentrahmen und zwei EWS-8000E Wägeterminals mit Barcodeleser, angepasster Beladebedienung und -steuerung entwickelt, gefertigt und ausgeliefert.

Unsere Waagen erfüllen damit folgende Anwendungen:

  • Gewichtsmessung im Industriebereich
  • Füllstandsmessung von Flüssiggasen in Gaskabinetten und Gasversorgungssystemen
  • Füllstandsmessung bei Chemieversorgungen

Fertigung der Gasflaschenwaage und Gasfasswaage

Die Fundamentrahmen der Waagen werden von ESSMANN | Waagen & Automation in massiver Konstruktion angefertigt und feuerverzinkt ausgeführt.

Bedienung der Waagen

ESSMANN | Waagen & Automation bietet unterschiedliche Möglichkeiten der Bedienung der Plattformwaagen an. Einerseits ist es möglich, dass die Waagen komplett automatisiert durch ein übergeordnetes Leitsystem angesteuert werden. Andererseits kann ein Bediener vor Ort mittels eines Kartenlesegerätes oder Scanners, der Wägeelektronik EWS oder einen Touchscreen-PC die Waage und den Beladeprozess bedienen.

In diesem Fall hat sich der Kunde für die gekoppelte Bedienung über die Wägeelektronik EWS-8000E mit einem Scanner entschieden. Hierfür hat ESSMANN | Waagen & Automation für die Wägeelektroniken eine eigenentwickelte Software zur einfachen Bedienung durch Mitarbeiter entwickelt.

Hierfür meldet sich zunächst der Bediener an der Wägeelektronik an. Im Automatikbetrieb wird der angemeldete Benutzer zur Sicherheit zusätzlich durch die externe EDV überprüft. Im Notbetrieb wird der angemeldete Benutzer durch eine interne Datenbankabfrage geprüft.

Einmal täglich muss zwingend eine Waagenkontrolle durchgeführt werden. Hierzu wird das Programm „Waagenkontrolle“ ausgewählt und der Benutzer durch den Ablauf geführt, der im Groben wie folgt abläuft: ein Prüfgewicht wird auf die Waage gestellt und das Ergebnis gedruckt und gespeichert. Ist die Waagenprüfung innerhalb der Toleranz wird das aktuelle Datum als Prüfdatum gespeichert.

Im Anschluss wird der Befüllvorgang initiiert. Hierfür wird der Ausgang des Absaugventils gesetzt. Die Waage soll im Anschluss entlastet werden. Werden Hilfsmittel zum Abfüllen benötigt, müssen diese jetzt auf die Waage aufgestellt werden. Sobald ein Behälter mit Palette auf die Waage gestellt wird, ist im Anschluss das Palettengewicht anzugeben. Hierauf folgt die Eingabe des Barcodes des Behälters mit oder ohne Palette mittels des Barcodelesers.

Der Bediener montiert im Anschluss den Füllkopf und gibt das angeschriebene Taragewicht des Behälters ein und startet die Befüllung über ein Kontextmenü mit mehreren Kontrollschritten.

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