Wer wir sind

Erleben Sie unsere über 160-jährige Historie

Wir entwickeln und vertreiben industrielle Wägesysteme und Services von Weltklasse - seit über 160 Jahren.

Seit dem Jahre 1860 ist die Familie Eßmann in dem Bereich der Wägetechnik tätig. Durch große Erfahrung und innovative Entwicklungen können Systeme angeboten werden, die auf dem neuesten Stand der Technik, bis in Detail ausgereift und somit ein Garant für einen reibungslosen Wägeprozess sind. Auf unserer Homepage ersehen Sie einen Auszug aus unserem Standardprogramm, darüber hinaus bieten wir zahlreiche Speziallösungen. Wir befassen uns mit der Entwicklung, Fabrikation, Verkauf und Service von Straßenfahrzeugwaagen, Gleisfahrzeugwaagen, Plattformwaagen, Umschlagwaagen für loses Massengut, Kranwaagen sowie Spezial-Wägesysteme für den industriellen Einsatz. Des weiteren entwickeln und vertreiben wir unsere standardisierte sowie anwenderspezifische EWP Software für die Wägedatenerfassung und -verarbeitung für Computersysteme – Einzelarbeitsplätze, Netzwerke – mit Anbindung an übergeordnete Rechnersysteme.

Die ersten Waagen

Wägen ist ein Vorgang, der seit Jahrtausenden beim Güteraustausch in vielen Gewerbebereichen eine wichtige Rolle spielt. Eine Balkenwaage beschrieben schon die ägyptischen Papyri um 2000 vor unserer Zeitrechnung. Die Römer kannten eine Schnellwaage, während die Araber im zehnten Jahrhundert die hydrostatische Waage und später Waagen mit Laufgewichten erfanden. Über Spanien kamen diese Formen gegen Ende des Mittelalters nach Mitteleuropa, wo der Franzose Giles Persone de Roberval 1670 die Tafelwaage und Jacob Leupold im Jahre 1728 die erste Dezimalwaage konstruierten. Bei aller möglichen Genauigkeiten solcher Geräte blieben ihre praktischen Auswirkungen in Bezug auf ein einheitliches Wägen unzureichend, bis in Europa, der Forderung von Naturwissenschaft, Technik und Wirtschaft folgend, einheitliche Gewichtseinheiten eingeführt wurden.

Die preußische Maß- und Gewichtsordnung vom 17. August 1868 wurde 1872 zum Reichsgesetz. Eine kaiserliche Normaleichungs-Kommission sorgte von da ab für die hohe Genauigkeit, die seitdem an Waagen gestellt werden. Heute liegt die Eichhoheit bei der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig. Als die preußische Maß- und Gewichtsordnung 1868 beschlossen wurde, hatte der Schlossermeister C. M. Westphal aus Hamburg-Wandsbek mit seiner am 10. Dezember 1860 eröffneten Schlosserwerkstatt bereits einen guten Namen für die Reparatur und den Bau von Waagen.

Hatte er nach damaligem Brauch Gitter, Schlösser und landwirtschaftliche Geräte ebenso wie Waagen repariert und gebaut, so beschäftigte er sich im Laufe der Zeit immer mehr mit dem Spezialgebiet des Waagenbaues. Ruf und Kundenkreis wuchsen und veranlassten den Gründer seine Firma am 9. Juni 1873 in das Handelsregister einzutragen. Unermüdlich arbeitete er an der Verbesserung seiner Konstruktionen und erhielt im Juli 1877 auch ein Patent für seine oberschaligen Tafelwaagen in geschlossenem gusseisernen Gehäuse.

1860: C.M. Westphal macht sich einen guten Namen für die Reparatur und den Bau von Waagen

Jubilaeumsausgabe Essmann

Noch im gleichen Jahr starb C. M. Westphal. Da er keine Kinder hatte, übernahmen seine beiden Neffen Albert und Ludwig Eßmann, damals noch nicht zwanzigjährig, das Unternehmen, in dem sie schon zu Lebzeiten Ihres Onkels tätig gewesen waren. Der Sitz der Firma wurde nach Ottensen verlegt. Hier errichteten die Brüder einen Neubau für ihren Betrieb und ließen die Firma 1879 verbunden mit einer Namensänderungen in Gebr. Eßmann & Co. In das Handelsregister zu Altona eintragen. Wie sehr Ihre Erzeugnisse Anklang fanden und zur Ausweitung ihres Kundenkreises beitrugen, mag daraus ersichtlich sein, dass die Inhaber wenige Jahre später nach einem größeren Betriebsgelände Ausschau halten mussten.

1879: Familie Eßmann folgt nach

Eßmann gelang es, die erste Großschaltneigungswaage, die sogenannte Schnellwaage, zu konstruieren.

Waage Alt
Historische Kranwaage

In den Nachkriegsjahren des 1. Weltkrieges nahm der Güterverkehr mit der wachsenden Motorisierung immer mehr zu. Eisenbahn, Häfen und Lastwaagenverkehr forderten Waagen für robustes Wägen. Der Bau von Straßenfahrzeug- und Gleiswaagen wurde jetzt besonders vorangetrieben. In seinem Sohn, dem Dipl.-Ing. Heinrich Eßmann, fand Albert Eßmann einen tatkräftigen Mitarbeiter. Ihm gelang es, die erste Großschaltneigungswaage, die sogenannte Schnellwaage, zu konstruieren. Auch die trostlosen Zeiten der Wirtschaftskrise verhinderten nicht neue Versuche, die u.a. zur Entwicklung einer Leuchtbildwaage führten. Heinrich Eßmann hatte erkannt, dass die Betätigung einer Entlastungsvorrichtung bei Schwerstwägeeinrichtungen eine lästige und zeitraubende Arbeit darstellt.

Er beschäftigte sich deshalb eingehend mit diesem Problem, und es gelang ihm, im Jahre 1931 Großwaagen in entlastungsloser Bauart herzustellen wie sie bis zum heutigen Tage bekannt sind. In der Verfügung vom 26. April 1935 gab die Physikalisch-Technische Reichsanstalt die endgültige Zulassung zur Eichung von Alesco-Straßenfahrzeugwaagen als erste entlastungslose Bauart in Deutschland bekannt. Der Wägevorgang spielte sich nur noch in einem Bruchteil der Zeit ab, die Wägeeinrichtungen der alten Systeme dafür benötigten. Durch die Einführung dieser entlastungslosen Straßenfahrzeugwaage war die Physikalisch-Technische Reichsanstalt genötigt, die bisherige Eichordnung entsprechend zu ändern.

Heinrich Eßmann wurde die Firma 1931 übertragen und der Namen des Unternehmens in Albert Essmann & Co, Waagenfabrik ALESCO geändert. Ein hartes Schicksal riss Heinrich Eßmann 1936 mitten aus seinem erfolgreichen Schaffen. Seine Witwe, Erika Eßmann übernahm die Firmenleitung mit zwei Einzelprokuristen bis zum Eintritt ihres Sohnes, Horst Eßmann im Jahre 1959. Seit dem 15. Februar 1973 firmiert das Unternehmen unter dem heutigen Namen HE Wägetechnik Horst Eßmann GmbH. Im Jahr 1975 wurde die Fertigung des mechanischen Waagenbaues aufgegeben und die ersten elektro-mechanischen Waagen mit elektronischen Anzeigegeräten aufgestellt. Ab dem Jahre 1977 verdrängten die Fertigteil-Betonbrücken die bis dahin im Großwaagenbau üblichen Ortbeton- bzw. Stahlwaagenbrücken.

Neuen Technologien stand die Firma Eßmann immer aufgeschlossen gegenüber und war sehr häufig mit eines der ersten Unternehmen die diese Systeme anbieten konnte. Am 01.06.1987 trat Michael Eßmann in das Unternehmen ein. Im Jahr 1989 wurde eine der ersten eichfähigen bildschirmgeführten Wägeelektroniken bei der PTB zugelassen. Weiterhin wurde konsequent in die Entwicklung von PC-Software investiert da frühzeitig erkannt wurde, dass in diesem Bereich die Zukunft der Wägetechnik liegt.

Albert Essmann & Co, Waagenfabrik ALESCO

ALESCO Schnellwaage

1973: HE Wägetechnik Horst Eßmann GmbH

Eisenbahnwaggonwaage

1995: Die EWP Wägesoftware entsteht

Darstellung altes Wägeterminal und manuelle Ablesvorrichtung

Seit 1990 sind nacheinander die Niederlassungen in Rostock, Westhausen bei Stuttgart und Berlin aufgebaut worden. Wiederum auf der Suche nach einem neuen Firmengelände für den Stammsitz fand man durch einen glücklichen Zufall den heutigen Standort im Westen von Hamburg. Das Gelände mit Büro- und Hallentrakt wurde Anfang 1993 von der Familie Eßmann erworben. Innerhalb von 7 Monaten wurde das Gebäude entsprechend den individuellen Anforderungen umgebaut und konnte im August 1993 bezogen werden. Auch in den 90er Jahren wurden entscheidende technische Entwicklungen und Projekte umgesetzt. So konnte die erste in Europa bauartzugelassene Volumen-Messanlage für Straßenfahrzeuge für den Fährhafen Mukran erstellt und geeicht werden. Mit dem Programm EWP wird seit 1995 der modernste Stand der Softwaretechnologie umgesetzt. Aufgrund des modularen Aufbaues kann die Software in fast allen Wirtschaftsbereichen zur Wägedatenerfassung und -bearbeitung eingesetzt werden und ist bis heute über 500 Mal verkauft und installiert worden.

Am 03.03.1998 übernahmen Michael Eßmann und seine Frau Manuela Eßmann das Unternehmen als geschäftsführende Gesellschafter. Nachdem Herr Horst Eßmann dem Unternehmen noch 2 Jahre beratend zur Seite stand, verließ er die Firma im Juni 2000 nach 41 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand. Auch im neuen Jahrhundert konnten bereits einige wichtige Projekte realisiert werden, wie zum Beispiel die Lieferung und Eichung von mehreren dynamischen Gleiswaagen in der höchstmöglichen Genauigkeitsklasse (0.2).

Nach 23 Jahren ziehen sich Manuela und Michael Eßmann aus der aktiven Geschäftsführung zurück und stehen dem Unternehmen noch weitere 1,5 Jahre mit Rat und Tat zur Seite. Mit Herrn Dr.-Ing. Ehmke, Herrn Dr.-Ing. Graßl und Herrn Teichmann steht nun ein starkes und innovatives Führungsteam an der Spitze der HE Wägetechnik, welche das Unternehmen fortführen und weiterentwickeln werden. Hiermit einhergehend steigen die Personalkapazitäten deutlich sowohl im Bereich IT/Software als auch Service an unseren vier Standorten Hamburg, Berlin, Westhausen und Schwerte.

Unsere Technik garantiert Ihnen Lösungen, die den gestellten Anforderungen in jeder Hinsicht gerecht werden. Diese gilt von der standardisierten Plattformwaage über die komplette, hochtechnisierte Wägeanlage im Eingangs- und Ausgangsbereich eines Unternehmens bis zu kundenspezifischen Sonderlösungen aller Art. Vertrauen durch Beständigkeit und Qualität. Unseren Technikern stehen modernste Einrichtungen im Bereich der Funktionsprüfung zur Verfügung, so dass alle Produkte dem hohen Standard der heutigen Wägetechnik entsprechen. Schnelle Hilfeleistung erfolgt durch unser in allen technischen Belangen geschultes Service-Team. Die Erhaltung der Eichgenauigkeit durch turnusmäßige Nacheichungen werden von uns veranlasst und durchgeführt.

Heute

Übersicht der Produkte der HE Wägetechnik